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Gegenwart
Die Commerzbank-Arena ist seit dem 1. Juli 2005 die offizielle Bezeichnung des Waldstadions in Frankfurt am Main. Es liegt südlich des Mains im Frankfurter Stadtwald im Stadtteil Sachsenhausen-Süd. Das 1925 eröffnete, seither mehrfach modernisierte Stadion wurde anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 von 2002 bis 2005 als reines Fußballstadion neu errichtet. Mit einem Fassungsvermögen von 52.300 Zuschauern gehört es zu den zehn größten Stadien in Deutschland. Die Einweihung der neuen Arena fand am 15. Juni 2005 mit dem Eröffnungsspiel des Konföderationen-Pokals, Deutschland gegen Australien, statt. Die Sportanlage im Eigentum der Stadt Frankfurt umfasst neben dem eigentlichen Stadion weitere Sportstätten, darunter ein Schwimmbad, eine Tennisanlage, eine Beachvolleyball-Anlage und eine Wintersporthalle. Eine ehemals bestehende Radbahn, eine Kunsteisbahn sowie eine Minigolf-Anlage sind nicht mehr vorhanden. Die Arena ist über den Bahnhof Frankfurt am Main Stadion an die Linien S7, S8 und S9 des öffentlichen S-Bahn-Netzes angeschlossen. Hauptnutzer der Commerzbank-Arena ist der Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt. Die Geschäftsstelle der Profis, die Eintracht Frankfurt Fußball AG, befindet sich in der Westtribüne der Arena. Mit dem Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga wechselte zur Saison 2008/09 der FSV Frankfurt ebenfalls in die Arena. Die Commerzbank-Arena verfügt über 83 Logen und 2.200 Business-Seats. Die Lounges, der Kapazität zwischen 6 und 22 Personen liegt, befinden sich in den Stockwerken zwischen Unter- und Oberrang auf der Haupttribüne. Im Catering-Bereich setzt die Commerzbank-Arena auf den Einsatz der justpay Karte.Historie
Das ursprüngliche Waldstadion wurde nach Entwürfen des Gartenbaudirektors Max Bromme nach vierjähriger Bauzeit am 21. Mai 1925 eröffnet. Als Standort hatte man das Gelände einer ehemaligen Militärschießanlage ausgewählt und einen Sportpark mit Festwiese und integriertem Rad- und Schwimmstadion konzipiert. Das Stadion hatte eine Kapazität von 35.000 Zuschauern, die in Stahlbeton ausgeführte Haupttribüne war einem antiken griechischen Theater nachempfunden. Erstes nationales Großereignis war das Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft am 7. Juni 1925. Der 1. FC Nürnberg besiegte den heimischen FSV Frankfurt mit 1:0. Weitere sportliche Höhepunkte der zwanziger Jahre waren unter anderem die erste Arbeiterolympiade 1925 sowie Fußball-Länderspiele gegen Italien und die Schweiz sowie ein Leichtathletik-Länderkampf, ebenfalls gegen die Schweiz. Die anvisierte Bewerbung für die Austragung der Olympischen Spiele 1936 musste jedoch zugunsten der Hauptstadt Berlin zurückgezogen werden. 1937 wurde die Zuschauerkapazität durch Ausbau der Gegengeraden auf 55.000 erhöht. Unter den Nationalsozialisten wurde das jetzt als „Sportfeld“ benannte Waldstadion in den dreißiger Jahren für politische Veranstaltungen, vor allem Aufmärsche und Versammlungen, mit bis zu 150.000 Teilnehmern genutzt. Einer der letzten sportlichen Höhepunkte vor dem Zweiten Weltkrieg war der Weltrekord über 400 m durch Rudolf Harbig am 12. August 1939. Nach dem Krieg wurde das Waldstadion zunächst durch US-amerikanische Soldaten beschlagnahmt, in „Victory Stadium“ umbenannt und für eigene Zwecke genutzt. Bereits im Juli 1946 wurde das Stadion jedoch wieder für deutsche Veranstaltungen freigegeben. Sportliche Höhepunkte der Nachkriegszeit waren die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften 1946, höchstklassige Oberliga-Lokalderbys der Eintracht, des FSV und der Offenbacher Kickers, das Comeback von Max Schmeling mit seinem K.o.-Sieg gegen Werner Vollmer am 28. September 1947 sowie das Deutsche Turnfest 1948. Ein „Chaos-Spiel“ gab Anlass für den ersten großen Komplettumbau. Beim Fußballspiel von Eintracht Frankfurt gegen den 1. FC Kaiserslautern im Mai 1953 waren fast 70.000 Karten für die für 55.000 Zuschauer konzipierte Hauptkampfbahn verkauft worden, so dass es zu Schlägereien mit mehr als 200 Verletzten kam, als weitere tausende Fans gewaltsam Einlass begehrten. Die Stadt Frankfurt beschloss daraufhin die erste umfassende Modernisierung. Das sanierte und vergrößerte Waldstadion konnte nach 19-monatiger Bauzeit am 14. Mai 1955 wieder seiner sportlichen Bestimmung übergeben werden. Herausragende sportliche Ereignisse der fünfziger Jahre waren unter anderem die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften 1955, Fußball-Länderspiele Deutschlands gegen die Schweiz und gegen Spanien sowie die Teilnahme der Eintracht an der Endrunde zur Deutschen Meisterschaft 1959. Im Spiel gegen den FK Pirmasens wurde ein bis heute gültiger Zuschauerrekord aufgestellt. 81.000 Zuschauer sahen am 23. Mai den Sieg der Eintracht, die später im Finale in Berlin die Erzrivalen von Kickers Offenbach schlug und damit erstmals und bis heute zum einzigen Mal Deutscher Fußballmeister wurde. Im Dezember 1960 wurde innerhalb des Ovals der Radrennbahn eine Kunsteisbahn eröffnet. Hier trug die Eishockey-Mannschaft von Eintracht Frankfurt bis 1981 ihre Spiele aus. Ebenfalls 1960 erhielt das Stadion die internationalen Ansprüchen genügende, damals wohl modernste Flutlichtanlage Deutschlands. Das Waldstadion erlebte in der Saison 1959/60 einige unvergessliche Europapokalbegegnungen der Eintracht gegen die Young Boys Bern, den Wiener Sport-Club und die Glasgow Rangers, die im Halbfinale vor 77.000 Zuschauern mit 6:1 (Rückspiel 6:3) besiegt wurden. Erst im Finale, ebenfalls in Glasgow, unterlagen die Frankfurter der damals in Europa dominierenden Mannschaft von Real Madrid mit 3:7. Das erste Bundesligaspiel im Waldstadion fand am 24. August 1963 statt. Das Aufeinandertreffen der Eintracht gegen den 1. FC Kaiserslautern am ersten Spieltag der neugegründeten höchsten deutschen Fußballspielklasse endete 1:1. Weitere sportliche Höhepunkte der sechziger Jahre waren die Weltmeisterschaften im Bahnradsport 1966 und der Kampf um die Schwergewichts-Weltmeisterschaft im Boxen zwischen Muhammad Ali und Karl Mildenberger am 10. September 1966, den Ali nach Abbruch in der 12. Runde vor 22.000 Zuschauern gewinnen konnte. Der zweite große Umbau des Waldstadions wurde für die Fußball-Weltmeisterschaft 1974 erforderlich. Von Mai 1972 bis Januar 1974 wurde das Stadion wieder praktisch neu gebaut, um den Anforderungen der WM-Spielorte an Komfort und Sicherheit gerecht zu werden. Am 13. Juni 1974 fand im Waldstadion die Eröffnungsfeier für die Fußball-Weltmeisterschaft 1974 statt, außerdem wurden hier fünf Gruppenspiele ausgetragen. Unvergesslich bleibt vor allem die „Wasserschlacht von Frankfurt“ am 3. Juli, als die deutsche Mannschaft im entscheidenden Spiel in der Zweiten Finalrunde den Gegner aus Polen auf einem nahezu unbespielbaren Platz mit 1:0 besiegte, ins Finale einzog und in München durch den Sieg gegen die Niederlande Weltmeister wurde. Die offensichtlich notwendige Drainage sowie eine Rasenheizung wurden 1978 eingebaut. Weitere Höhepunkte der siebziger Jahre waren das DFB-Pokal-Endspiel und die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften 1976 sowie die Spiele im UEFA-Pokal 1979/80, der mit dem Gewinn des UEFA-Cups von Eintracht Frankfurt durch ein 1:0 im Finalrückspiel gegen Borussia Mönchengladbach am 21. Mai 1980 endete.Anfahrt
Anreise mit Bus & Bahn:
Ab Frankfurter Hauptbahnhof
Nehmen Sie im Tiefbahnhof des Frankfurter Hauptbahnhofs die S-Bahnen S8 oder S9 in Richtung "Mainz" oder "Wiesbaden" bzw. die S7 in Richtung Goddelau bis zum Bahnhof "Stadion". Vor dem Hauptbahnhof fahren am Spieltag auch Sonderzüge der Straßenbahnen (Linie 21) im 3-Minuten-Takt zur Station „Stadion“. Die Straßenbahn ist günstiger für Zuschauer mit Karten für Haupt- und Osttribüne.
Wenn auf Ihrer Eintrittskarte ein Vermerk „RMV-KombiTicket, gilt hin und zurück im RMV“ aufgedruckt ist, dann ist diese Eintrittskarte gleichzeitig Fahrkarte. Busse, Straßenbahnen, U-Bahnen, S-Bahnen, RegionalBahnen, Stadtexpress Züge und RegionalExpresse Züge können dann für die Fahrt zum und vom Stadion ohne Bezahlung eines weiteren Fahrpreises genutzt werden. Fahrplaninformation unter: www.rmv.de
Anreise mit dem Auto
Wenn Sie von außerhalb Frankfurts kommen, fahren Sie auf der A3 oder A5 zum Frankfurter Kreuz. Dort folgen Sie den Hinweisschildern mit dem Fußball, die Sie zu einem der vier Parkplätze führen.
Von der Innenstadt fahren Sie über die Mainbrücken nach Sachsenhausen und dann über die Kennedyallee stadtauswärts bis Oberforsthaus. Dort sehen Sie die Verteiler zu den Parkplätzen. Die Parkgebühr beträgt bei Sportveranstaltungen € 4,50 und bei Konzerten € 5,-.
Je nachdem aus welcher Richtung Sie mit dem Auto anreisen, empfehlen wir Ihnen verschiedene Parkmöglichkeiten:
Bei Anfahrt aus der Stadt über die Kennedyalle empfehlen wir die Anfahrt des Parplatzes Gleisdreick sowie nach Verfügbarkeit des Parkplatzes P9.
Gäste, die über die Autobahn A3 anreisen werden automatisch über eine Behelfsabfahrt auf den Waldparkplatz und die Isenburger Schneise verteilt. Gäste, die über die B43 aus Richtung Flughafen anfahren steuern bevorzugt den Waldparkplatz an.
Bilder
Termine
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