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Gegenwart
Die im Norden Münchens gelegene Allianz Arena bietet 69.901 Sitz- bzw. Stehplätze (13.769 Stehplätze, 2.152 Businessplätze, 1.374 Logenplätze und 165 Rollstuhlplätze). Die beiden Münchner Fußballvereine FC Bayern München und TSV 1860 München bestreiten dort seit der Saison 2005/2006 ihre Heimspiele. Die Allianz Arena war eine der Spielstätten der FIFA Fußball-WM 2006 und wird Austragungsort des Endspiel der UEFA Champions League 2012 sein. Zu Beginn war die Allianz Arena im gemeinsamen Besitz von FC Bayern München und TSV 1860 München, am 27. April 2006 kaufte der FC Bayern München die Anteile des TSV 1860 München und ist seitdem alleiniger Eigentümer.Historie
Am 21. Oktober 2001 fand zum Bau des Stadions ein Bürgerentscheid statt, der die Frage klären sollte, ob ein neues Stadion an dieser Stelle gebaut werden soll und die Stadt die notwendige Infrastruktur erstellen soll. Diese Abstimmung ging mit etwa 2/3 der Stimmen zu Gunsten eines Neubaus aus. Ein Umbau des Olympiastadions war zuvor von dessen Architekten Günter Behnisch abgelehnt worden. Daraufhin gab es einen Architektenwettbewerb, in dem aus ursprünglich acht Modellen zwei Entwürfe zur Abstimmung standen. Die Schweizer Architekten Herzog & de Meuron erhielten den Zuschlag und entwickelten daraufhin das Konzept, das mit dem St. Jakob-Park in Basel vergleichbar ist – eines Stadions mit einer durchsichtigen Umhüllung aus ETFE-Folienkissen, die von innen beleuchtet werden können und selbstreinigend sind. Mit dem Bau des Stadions wurde im Herbst 2002 begonnen, Grundsteinlegung war am 21. Oktober 2002. Ende April 2005 waren die Bauarbeiten beendet. Die U-Bahnhöfe Fröttmaning und Marienplatz der Linie U6 wurden im Zuge des Stadionausbaus erweitert. Der Bahnhof Fröttmaning wurde nach Norden versetzt und von zwei auf vier Gleise erweitert, außerdem wurde eine zusätzliche Fußgängerbrücke am Nordende des Bahnhofs gebaut und die Abstellanlage erweitert, um gleich nach Spielende möglichst schnell Züge für den Abtransport zur Verfügung stellen zu können. Der Bahnhof Marienplatz wurde mit zusätzlichen Fußgängertunneln entlang der bestehenden Bahnsteigtunnel versehen, um das Umsteigen zur S-Bahn zu erleichtern. Nach dem positiven Ausgang einer Machbarkeitsstudie wurde zudem eine Verlängerung der U6 bis zum Neufahrner S-Bahnhof untersucht, jedoch nach einer Voruntersuchung wieder verworfen. Die A 9 wurde zum Teil auf sechs beziehungsweise acht Fahrstreifen ausgebaut und die A 99 erhielt einen Halbanschluss nördlich der Arena.Das Fußballstadion wurde am 30. Mai 2005 mit einem Freundschaftsspiel zwischen dem TSV 1860 München und dem 1. FC Nürnberg eröffnet. Das erste offizielle Tor erzielte Patrick Milchraum für den TSV 1860. Das Spiel endete 3:2 (1:2). Am darauffolgenden Tag spielte der deutsche Rekordmeister FC Bayern München gegen die deutsche Nationalmannschaft. Die Bayern gewannen mit 4:2. Beide Spiele waren schon seit Anfang März 2005 mit 66.000 Zuschauern ausverkauft. Aufgrund der hohen Nachfrage fand am 2. Juni das so genannte „1. Arena-Derby“ zwischen den Bayern und den „Löwen“ statt. Dieses Spiel gewann der TSV 1860 München durch ein Tor von Paul Agostino mit 1:0. Am 19. Mai 2005 fand bereits ein Testspiel der Altherren-Mannschaften des FC Bayern München und des TSV 1860 München statt, bei dem vor rund 30.000 Zuschauern ein Testbetrieb stattfand. In diesem Spiel erzielte Peter Pacult für den TSV 1860 das erste inoffizielle Tor im neuen Stadion. Das 1. Spiel endete mit 3:2 für 1860. Das erste Pflichtspiel fand am 26. Juli 2005 im Rahmen des Ligapokals statt. Hierbei holte sich der VfB Stuttgart den ersten Pflichtsieg in dem neuen Stadion und zwar durch ein 2:1 über den FC Bayern. Das erste Pflichtspieltor erzielte hierbei Roy Makaay. Das erste Bundesligator erzielte Owen Hargreaves vom FC Bayern beim 3:0 im Eröffnungsspiel der Bundesligasaison 2005/2006 gegen Borussia Mönchengladbach am 5. August 2005.Anfahrt
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